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Nahezu der gesamte Innenraum des Gasometers wird aktuell von der Lichtkunst-Installation „320°“ der Bremer „Urbanscreen“-Künstlergruppe vereinnahmt. In einem etwa 20minütigen Ablauf scheint sich der Raum mal aufzulösen, mal zu verschieben, mal auf einen zu- oder wegzubewegen. Sofern man eines der ausliegenden großen Kissen nutzen kann, ist es auf den Stufen auch nicht zu kalt. An dieser Stelle der Hinweis: der Gasometer ist nicht beheizt. Bitte nehmt ggf. eine dicke Jacke mit, zur Not könnt Ihr Euch ja draufsetzen.08-P110045609-P110046010-P1100472

Im Erd- und Zwischengeschoss wird der eigentliche, namensgebende „schöne Schein“ sichtbar. Ein Stelldichein von Kunstwerken aus über 25.000 Jahren Kunst setzt sich mit Schönheit und Vergänglichkeit auseinander – Liebe, Leben, Glaube, Schöpfung oder auch der Tod bekommen so ihren ganz eigenen Anstrich. Ihr werde viele Künstler, Kunstwerke und Epochen wiedererkennen!12-P110047813-IMG_1547

Ich mag den Gasometer, weil die Plastiken und Bilder zwischen Stahl und Raum ein einzigartiges Arrangement zulassen. So kann man im Zwischengeschoss etwa die Statue der Venus von Willendorf fast direkt im Zentrum des Stahlkolosses betrachten, während andere Objekte die Außenmauern und Strukturen im Inneren als Hintergrund nutzen.

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Im Erdgeschoss wird das Zentrum des Gasometers zu einem Spiegelbild der Kunst: ein an der Decke abgehängtes Gemälde lässt im Spiegel am Boden betrachtet eine ganz eigene Tiefen- und Farbenwirkung aufkommen. 19-P110050117-P1100498

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In punkto „Kindereignung“ bitte bedenken: einige wenige Kunstwerke sind doch recht blutigen Inhalts (Rubens „Haupt der Medusa“ und dergleichen ist für die Jüngsten sicher nicht geeignet) – sondiert bei einem Rundgang ein bißchen, was auf Euch zukommt und macht da ggf. einen größeren Bogen drumherum. Ein großer Spaß ist es aber auf jeden Fall, mit den Kids zusammen auf den mehrfach vorhandenen Gesichtern aus Blüten- und Früchten die einzelnen Bestandteile zu benennen oder nach Vorgabe von Euch suchen zu lassen. 😉

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Der „schöne Schein“ ist im Gasometer noch bis zum 30.12.2014 verlängert bis zum 1. November 2015 zu erleben. Bei einem Eintrittspreis von 9 EUR pro Erwachsenem (6 EUR ermäßigt, 20 EUR für eine Familienkarte) lohnt es sich, die Ruhrtopcard einzusetzen, sofern vorhanden.

Fotografieren ist erlaubt (ohne Blitz und Stativ), die 320°-Projektion ist allerding sehr lichtschwach.

Details: Gasometer Oberhausen

Update 31.05.2015: Die Installation „320° Licht“ ist Träger des Deutschen Lichtdesign-Preises 2015 geworden. Herzlichen Glückwunsch!

Update 02.06.2015: Inhaber bestimmter VRR-Abo-Tickets erhalten einen Audioguide kostenfrei zum Eintritt dazu.

 

Der schöne Schein im Gasometer Oberhausen
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