Quasi als Nebenprodukt zur wirklich sehenswerten Seelöwen-Installation hier noch einige Worte zum Aquarius Wassermuseum in Mülheim an der Ruhr. Das Wassermuseum ist in einem ehemaligen Wasserturm beheimatet, der umgebaut wurde und nun von der RWW zur Ausstellung rund um Wasser mit Fokus Ruhrgebiet genutzt wird.
Die Ausstellung erstreckt sich über eingezogene Etagen im Turm, beginnend mit dem Wasserbecken ganz oben. Von dort (erreichbar über zwei Hydraulik-Lifte, für den geneigten Technikgeek alleine schon sehenswert) hat man Zugang zu einem Rundgang mit hervorragender Rundumsicht über das Ruhrgebiet von Mülheim aus. Bei gutem Wetter kann man auch auf die offene Treppe raus.
Von da oben arbeitet man sich dann langsam über verschiedene Themen nach unten, meist über per Touchscreen bedienbare Monitore mit interaktiven Inhalten. Da erfährt man durchaus vieles und Interessantes über Wassernutzung, -eigenschaften oder Abwasseraufbereitung. Man kann per „Fahrrad“ die Ruhr langradeln oder in interaktiven Spielen dem Wasser den Weg zum Verbraucher bahnen. Das mag zum Zeitpunkt der Eröffnung alles ganz nett und technisch auf neustem Stand gewesen sein, ist aber heutzutage eher schnarchnasig anzusehen und bräuchte dringend sowohl vom Graphischen als auch von der Präsentationsschiene her ein Lifting. Dringend! Da hebt sich dann wohltuend der neuste Bereich „Virtuelles Wasser“ ab, der gerade eröffnet hat. Dort kann man zum einen erfahren, wieviel Wasser bei der Produktion von Alltagsgegenständen verbraucht wurde. Zum Anderen gibt es einen schönen interaktiven Tisch, den man mit verschiedenen Objekten „füttern“ kann. Danach öffnen sich Infos oder Spiele, die man per Riesen-Touchscreen bestreiten kann.
Fast vergessen: Jede Station aktiviert man mit einer Chipkarte, die man als Eintrittskartenersatz bekommt. Somit kann man sich zum Ende der Museumstour eine Teilnahmeurkunde ausdrucken, die als Erinnerung mit nach Hause genommen werden kann. Das hakelt zwar etwas, ist aber eine nette Idee.
Da sich die Kosten in Grenzen halten (ist z.B. auch in der Ruhrtopcard drin oder in Kombi mit dem Haus Ruhrnatur machbar), kann man sich das Ganze gerne mal anschauen. Ganz kleine Kinder sollte man allerdings anderswie anders beschäftigen, hauptsächlich wegen der notwendigen Körpergröße und der zielgruppenaversen Aufbereitung. Grundschulalter sollte es mindestens sein.
Öffnungszeiten täglich (außer dem üblichen museumsfreien Montag, abgesehen von den nächsten zwei Wochen) 10-18 Uhr.
Das Aquarius Wassermuseum in Mülheim – Fotos und so
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